Erfreuliche Erfolge

Positive Erfahrungen gibt es beispielsweise mit folgenden Überlastungsstörungen (alphabetisch): 

AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-Störung +/- Hyperaktivität)

Alkoholmissbrauch

Angehörigencoaching

Angststörungen

ASS - Autismus-Spektrum-Störung

Bipolare Erkrankung

Borderline

Burnout

Co-Abhängigkeit

Depression (unipolar)

Erschöpfungsdepression

Impulsdurchbruchstörung

Konfliktmanagement

Magersucht

Paartherapie

Posttraumatische Belastungsstörung

Resilienztraining

Schizoaffektive Psychose

Sexueller Missbrauch

Verhaltensstörungen

Zwangserkrankung

u.a.

Einige beispielhafte Details aus der aktuellen Statistik:

  • Rund 73% der Patienten sind Frauen
  • Die überwiegende Mehrzahl der Patienten war vorher in anderen Institutionen erfolglos mehrmals oder langdauernd behandelt worden.
  • Alle Patienten waren auf der Suche nach einer Alternative, die ihren Organismus nicht zusätzlich belastet 
  • Sämtliche Patienten mit Angst, Burnout oder Depression erlebten Heilung. Das heißt, aufgrund der Therapieerfolge setzten die vorordnenden Kollegen die medikamentöse Therapie ab und die Betroffenen konnten in das erhoffte Leben zurückkehren.
  • Im ausgewählten Einzelfall kann auch ohne Medikation erfolgreich gearbeitet werden.
  • Bei nicht-krankheitswertigen Überlastungszuständen wie Burnout-Vorstufen wird grundsätzlich ohne Medikation gearbeitet.
  • Bei posttraumatischen Belastungsstörungen scheint die MTGT potentiell hoch effektiv - inklusive der raschen Wirksamkeit gegen so genannte Flashbacks.
  • Sämtliche Patienten mit schizoaffektiven Psychosen erlebten eine relevante Erleichterung, die, sofern ein kompletter Therapiezyklus durchlaufen wurde, zur Reduktion der Pharmakotherapie durhc die verordnende Ordination führte. Eine Intensivtherapie kann hier zur Erleichtung führen, etwa bei Zwangsgedanken, die Behandlungsdauer reicht aber für weiterführende Erfolge natürlich nicht aus.
  • In bestimmten Fällen - mangelnde Kooperationsbereitschaft, Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus - wurde die Therapie nicht fortgeführt.
  • Darüber hinaus kann es immer einemal einen Fall geben, wo die Therapie nicht den erwünschten Erfolg zeitigt. Es gibt grundsätrzlich keine Therapie, die immer wirkt - völlig unabhängig von der vor- oder nicht vorliegenden Evidenz.
  • Daher kann ein "Heilungsversprechen" nicht gegeben werden, wenngleich das ausführliche Assessment bisher in der Lage war, entsprechende Fälle rechtzeitig auszuschließen.
  • Ausführlicheres bietet das Buch "mTGT - Rasche Hilfe bei Angst Depressioen, Burnout & Co" (Verlagshaus der Ärzte 2014) bzw. die Publikationen (siehe dort)


Sehr viele Menschen sind betroffen!

Überspitzt formuliert, "produziert" die Lebensform in unserer Gesellschaft geradezu psychische Überlastungssituationen, die vielfältige Folgen nach sich ziehen. Das betrifft Kinder  und Erwachsene gleichermaßen.

Eine Studie von WIFO (Wirtschaftsforschungsinstitut) und Donauuniversität Krems iom Auftrag der Arbeiterkammer hat errechnet, dass die Folgen psychischer Überlastung die Österreichische Wirtschaft jährlich 3,3 Mrd. € kosten.

Besonders hohen Einfluss haben hierbei "Stress-Phänomene" in der Arbeitswelt. Es sind dies (Quelle. Jahrestagung 2013 der Österr. ges. f. Bipolare Erkrankungen, Referat Prof. Lenz):

  • Projektarbeitsplätze – hier werden vornehmlich junge Menschen „auf Zeit“ beschäftigt, ohne je eine reale Chance auf einen stabilen Arbeitsplatz zu bekommen.
  • Arbeitsplätze mit „Dauerreichbarkeit oder „Dauerbereitschaft“
  • Arbeitsplatzunsicherheit (Hire & Fire-Mentalität)
  • Permanenter Wettbewerb am Arbeitsplatz bei hohem Konkurrenzdruck
  • Arbeitsverdichtung (steigendes Arbeitsvolumen bei sinkender Personalzahl)
  • Zeitarbeit
  • Leiharbeit
  • Befristete Arbeitsverträge
  • Abbau des Kündigungsschutzes
  • Sinnlose „Umschulungen“
  • u.a.mehr


Hier einige offizielle Daten aus der WHO (Weltgesundheitsorganisation)

  • Psychische Störungen nehmen weltweit zu: Depression, Angst & Alkohol
  • Jeder 4. Mensch min. einmal im Leben psychisch krank oder psychische Krise
  • 10%-15% aller ÖsterreicherInnen haben Depressionen
  • 2015 werden psychische Überlastungsstörungen in den industrialisierten Ländern bei Frauen alle anderen Krankheiten an Häufigkeit übertreffen!

Hauptverband Österreichischer Sozialversicherungsträger: 

  • 900.000 Menschen nahmen 2009 wegen psychischer Erkrankungen das Gesundheitssystem in Anspruch – GLEICHZEITIG SEHR HOHE DUNKELZIFFER UNBEHANDELTER BETROFFENER!

Berliner Altenstudie: 

  • 20-35% der über 70jährigen Depressionen 

Österr. Ges. f. Kinder & Jugendpsychiatrie (2011):

  • 21,6% aller im Alter von 7 - 18 Jahren zeigen psychische Auffälligkeiten
  • bei 9,6% besteht akuter Behandlungsbedarf

Weitere Daten aus Fortbildungsveranstaltungen

  • Psychische Überlastungsstörungen sind bereits die Ursache Nr.1 für Frühpensionen

DEGS (= Deutsche Erwachsenen Gesundheits Studie) zur psychischen Gesundheit =>link

  • Untersucht wurde die so genannte 12-Monatsprävalenz (= Auftreten während der letzten 12 Monate)
  • Spezifische Unrerschiede zeigten sich bei der Analyse von Frauen und Männern
  • 34% aller Frauen waren demnach während der letzten 12 Monate von Angsst oder Depression betroffen.
  • 28,1% der Männer von Angst oder Alkoholabusus (Substanzabhängigkeit)
  • Weiters fand die Studie heraus, dass nur 1/3 der Betroffenen Behandlungseinrichtungen aufsuchten. Damit sind 2/3 gänzlich unversorgt. Eine Situation, die die Chronifizierung psychischer Störungen enorm begünstigt.


Psychische Belastungsfaktoren im Alltag

800.000 erwerbstätige Österreicher (36%) und 490.000 Österreicherinnen (28%), insgesamt also 1,3 Millionen oder 32% der Erwerbstätigen waren zumindest einem psychischen Belastungsfaktor ausgesetzt. Neun von zehn der von psychischen Belastungen betroffenen Personen standen unter Zeitdruck, von allen erwerbstätigen Männern fühlten sich somit 33%, von den Frauen 24% in ihrem Arbeitsalltag gehetzt. Belästigung oder Mobbing wurde von 2,2% der Männer und 2,5% der Frauen und somit insgesamt von 93.000 Personen angeführt. 0,7% der Männer und 0,9% der Frauen litten am Arbeitsplatz unter Gewalt oder der Androhung von Gewalt.