LEGASTHENIE- UND DYSKALKULIE-TRAINING sowie Lernbegleitung

Dies ist eine zusätzliche Service-Leisung im Rahmen des AIAATR.

Zuständig ist die zertifizierte Legasthenie-Trainerin Mag. Susanne Schuhmayer

Bitte, ausschließlich den telefonischen Direktkontakt nützen: 0664 3834 726

Zertifikatsnachweis untenstehend


Was soll man sich unter Legasthenie vorstellen?

Es handelt sich um eine durchaus häufige definierte Teilleistungsstörung, deren Diagnostik der Kompetenz der Kinder/Jugend-Psychiatrie zufällt. Leider wird sie seitens der Schule noch immer viel zu selten erkannt. Das Ergebnis sind Kinder mit vermeintlich schlechten Schulleistungen und höchst frustranen Leistungserlebnissen bis hin zu tiefen Verzweiflungszuständen.  Man stelle sich ein sehr nettes, sozial hoch kompetentes Mädchen vor, das sowohl inhaltlich als auch seitens des Wortschatzes wunderbar spricht. Aber wehe, sie nimmt einen Bleistift zur Hand! Dann kommt mehr oder weniger ..... nichts. Vielleicht nicht für jedermann leicht vorstellbar, aber das gesprochene Wort fließt und das geschriebene unterliegt einer Art Blockade, die das Kind trotz größten Bemühens ohne Hilfestellung nicht überwinden kann.

Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik - vor allem aber MUSS DAS NICHT SEIN!  

Rund 3-9% der Gesamtbevölkerung - laut Statistik Austria sind das 255.000 - 765.000 Betroffene - leiden unter Legasthenie unteschiedlich starker Ausprägung. Wichtig ist die frühe Erkennung der Störung sowie die fachlich kompetente Begleitung und gezielte Förderung der Betroffenen.

Die hier zitierte Systematik entspricht der so genannten ICD-10 - Diese diagnostischen Leitlinie stellt eine Orientierung zur Ausführung des Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dar. In den Leitlinien werden die Begriffe Lese-Rechtschreibstörung und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) voneinander unterschieden.

Die Lese-Rechtschreibstörung zählt zu den "umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (F81)". Der Begriff der umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten umfasst die spezifischen und deutlichen Beeinträchtigungen des Erlernens des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens. Ihnen gemeinsam ist die ätiologische Annahme, dass diese Störungen wesentlich in einer zentralnervösen, kognitiven Störung der Informationsverarbeitung begründet sind.

Lese- und Rechtschreibstörung (F81.0). Definierendes Merkmal ist eine umschriebene Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten und damit verbunden sehr häufig der Rechtschreibung. In der späteren Kindheit und im Erwachsenenalter ist regelhaft die Lesefähigkeit verbessert, die Rechtschreibproblematik das meist größere Defizit.

Isolierte Rechtschreibstörung (F81.1). Diagnostisches Merkmal ist die Entwicklungsstörung der Rechtschreibfertigkeit, ohne dass eine umschriebene Lesestörung in der Vorgeschichte nachzuweisen ist."

Unterscheidung Störung - Schwäche

In den Leitlinien werden die Begriffe Lese-Rechtschreibstörung und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) voneinander unterschieden. In allen Fällen ergibt sich die Diagnose aus dem gesamten klinischen Befund.
Lese-Rechtschreibstörung

In der Regel sind für die Diagnose einer Lese-Rechtschreibstörung folgende Richtwerte ausschlaggebend:

Das Intelligenzniveau liegt nicht im Bereich der geistigen Behinderung (IQ > 70).

Im Lese-Rechtschreibtest sollten etwas weniger als 90 % der Vergleichskinder besser sein (Prozentrang < 10 %; Schüler mit höherer Intelligenz und Lese-Rechtschreibstörung wie auch Schüler, die ein Legasthenietraining hatten, erreichten meistens höhere Werte, so dass dies bei der Beurteilung berücksichtigt werden muss).

Die Lese- oder Rechtschreibleistung sollte deutlich schlechter sein, als dies nach der allgemeinen Intelligenzentwicklung zu erwarten ist.

Man spricht bei der Diagnose von einem "doppelten Diskrepanzkriterium": Die Lese- oder Rechtschreibleistung ist deutlich niedriger als es der übrigen Altersgruppe entspricht (erstes Diskrepanzkriterium) und die Lese- oder Rechtschreibleistung ist deutlich schwächer als es der Intelligenzquotient erwarten ließe (zweites Diskrepanzkriterium).


Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)

Lässt sich eine Lese-Rechtschreibschwierigkeit durch mangelhafte Beschulung, durch eine psychische oder neurologische Erkrankung oder durch eine Sinnesbehinderung (z.B. Schwerhörigkeit oder Sehbehinderung) erklären, liegt eine oft vorübergehende Lese-Rechtschreibschwäche vor. Werden dagegen die aufgeführten Ursachen ausgeschlossen und liegt eine hinreichende allgemeine Intelligenzentwicklung vor, so ist die Diagnose einer Lese-Rechtschreibstörung zu stellen.
Achtung: In manchen schulischen Erlassen der Bundesländer ist es entscheidend für den Umfang des Nachteilsausgleichs, ob eine Lese-Rechtschreibstörung oder – schwäche vorliegt.

Quelle - Deutscher Berufsverband für Legasthenie - Dyskalkulie; Dt.Ges.f. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u.a. (Hrsg.): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. 2. überarbeitete Auflage 2003, Deutscher Ärzte Verlag, ISBN: 3-7691-0421-8

Dyskalkulie ist eine Beeinträchtigung des arithmetischen Denkens.Andere Ausdrücke sind Zahlenblindheit, Rechenschwäche und Arithmasthenie sowie  besondere Schwierigkeiten im Rechnen und nicht bearbeitete stoffliche Hürden

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  1. Examenszertifikat
  2. Methodikzertifikat